Rundbrief September 2019

Neues von „Freunde Lao´s“

Wir stellen vor: die Initiative „Helfen auf Reisen“ von Doris Schäfer.

Wir sind bereits seit vielen Jahren mit Frau Schäfer befreundet und mit ihrem Laos-Projekt vertraut und verbunden. Sie leistet seit langem hervorragende, erfolgreiche Arbeit in der Entwicklung von neuen Lernansätzen in Laos.

Wir haben nun unsere beiden Initiativen verbunden und werden zukünftig gemeinsam an der Entwicklung und Unterstützung nachhaltiger Verbesserungen im Erziehungsbereich arbeiten.

Wir heißen Frau Schäfer ganz herzlich unter dem Dach von „Freunde Lao`s“ willkommen und freuen uns jetzt schon auf eine gute, inspirierende Zusammenarbeit.

Nachstehend finden Sie die Beschreibung des Projektes.


Irene Heine


Hier die Beschreibung des Projekts als PDF-Datei

Rundbrief Februar 2019 Teil 1

Hier als PDF-Datei

 

Liebe Freunde in Deutschland

                                                                 im Februar 2019

                                                         

Bei strahlendem Wetter kamen wir Mitte Januar nach dem grauen, verregneten und kühlen Hanoi endlich nach ca. dreißig- stündiger Reise im warmen Luang Prabang, Laos an. Schon am dortigen Flughafen erlebten wir strahlende Gesichter hinter den Tresen und gleich gab es Ratschläge für besondere Visalösungen , bezogen auf „Wiederholungstäter“ wie mich.

 

Mein Begleiter, (ein Fotograf) und ich wurden bereits ungeduldig von unserer laotischen Familie in „unserem“ Guesthouse erwartet. Helfende Hände  waren schnell zur Stelle, um unser sehr schweres Gepäck (voller Mitbringsel) den Berg zum Haus hoch zu schleppen. Der gute, laotische Kaffee wartete schon auf uns.

 

Ohne Rücksicht auf Jetlag (was soll das sein) oder Müdigkeit ging ich gleich los, die ersten wichtigen Besorgungen zu machen. Auf der Strasse traf ich Freunde, nebenan, in der Library Luang Prabang, mit der wir zusammenarbeiten, stand kurz alles Kopf, als ich eintraf. Meine roten Haare haben Signalwirkung und ich bin hier ein bisschen „bunter Hund“ nach so vielen Jahren. Die Leistung unseres Vereines und die Ausführung der Arbeit in Laos werden hoch angesetzt und honoriert. Ein Mensch, der Gutes tut ist in buddhistisch-laotischer Weltsicht  im direkten Fokus von Buddha und deshalb besonders gesegnet. Mit diesem Menschen (oder seiner Institution) hat man gerne Kontakt.

 

Die Zeit läuft und wir arbeiten in Laos bereits im 15. Jahr.  Unsere offizielle Gründung war zwar erst im Jahr 2006, aber schon 2004 starteten die ersten kleinen Projekte. Alle miteinander können wir stolz darauf sein, dass wir das einstmals zarte Pflänzchen „Het boun dai boun“ schon so lange miteinander erfolgreich pflegen und wachsen sehen, es ist jetzt ein stabiler Baum, der viele Früchte trägt. In der Rückschau haben wir respektable Ergebnisse, die auf lange Zeit Gültigkeit haben.. Seien es die geförderten Schulen, die unterstützten Schüler und Studenten, das Feedback ist dauerhaft und oft erstaunlich. Es melden sich ehemals geförderte Menschen, die mittlerweile erwachsen sind und mitten im Leben stehen, sie betrachten sich immer noch als Mitglieder unserer „Het Boun dai Boun“ Familie.  Dies war von Anfang an meine Intention, Gemeinsamkeit über die Grenzen zu schaffen und zu erhalten.

Vielen Dank an die Freunde in Deutschland, die uns durch Mitgliedschaft, Patenschaft oder Spende, aber auch durch ihre Mitarbeit unterstützen,  ohne sie wäre dies alles nicht möglich geworden! So erhalten die Menschen hier einen positiven Blick und Unterstützung über die Grenzen hinaus. Wir alle sind Weltbürger und sollten uns auch wie solche verhalten. Es ist enorm, was gemeinsam geschaffen werden kann, wenn man einen guten Weg eingeschlagen hat. 

                                                                                                                                            

Seit drei Wochen bin ich hier, insgesamt werde ich zwei Monate benötigen, um alle unsere Ziele für 2019 zu erreichen und abzudecken.

 

Zu den Patenschaften:.

 

Viele unserer 30 Paten-Kinder wurden bereits besucht, die Ergebnisse dokumentiert.  Ältere, bereits selbständige Jugendliche werden in die Library Luang Prabang eingeladen, für sie ein neutraler, bekannter Ort, (mit dem wir eng zusammenarbeiten.)

 

Kinder, die in schwierigen Verhältnissen leben oder weit entfernt wohnen, werden persönlich in ihren Familien besucht. Jedes Kind hat seine eigene Geschichte und einen individuellen Patenschaftsverlauf, der sich nach den jeweiligen Umständen richtet.

 

Die Patenschafts-Zuwendung kann den Familien direkt übergeben werden, sie wird aber nach Prüfung in manchen Fällen durch Vertrauensleute verwaltet. Dies ist eine notwendige Vorsichtsmassnahme, da viele Familien kaum über Bargeld verfügen und deshalb die Verwendung von Geldern für schulische Belange der Kinder nicht gewährleistet ist. 

 

Einige unserer Patenschaften:

 

Unser Sorgenkind war Bouapanh, die mit schweren körperlichen Einschränkungen geboren ist.  Sie erhielt vorletztes Jahr mit unserer Hilfe eine Beinprothese, kommt halbjährig zur Kontrolle und Neuanpassung zu Cope, dem Prosthetikzentrum in Luang Prabang. Sie ist jetzt entschieden beweglicher und schmerzfrei. 

 

Phet benötigt aktuell dringend eine Patenschaft, angeregt durch einen unserer laotischen Freunde. Seine Eltern waren in einer für sie existenzbedrohenden Situation, wussten keinen Ausweg und nahmen sich gemeinsam das Leben. Phet wurde zu einer Tante nach Muang Khoua  gegeben, dort kann er die Schule besuchen, seine Geschwister verbleiben bei den Grosseltern in dem kleinen Bergdorf.

 

Die Zwillinge Khoon und Kham haben vor 3 Jahren ihren Vater durch einen Botsunfall verloren. Seither unterstützten wir ihre Mutter noch zusätzlich zur Patenschaft. Nach einer dreijährigen Trauerzeit konnte sie sich nun wieder verheiraten, dadurch verbessert sich ihre Situation wieder. Leider muss die Familie mit allen anderen Dorfbewohnern im Mai wegen eines im Bau befindlichen Staudammes ihr altes Dorf verlassen, erhält aber voraussichtlich eine Entschädigung

 

Chi fiel einem deutschen Ehepaar Anfang 2018 bei einer Trekking Tour nahe Luang Prabang auf.  Sie setzten sich aus diesem Grunde telefonisch in Deutschland mit uns in Verbindung. Wir nahmen die Herausforderung an, Chi zu suchen. Wir erhielten einige Eckdaten, nach 3 Wochen wurde Chi von einem unserer laotischen Freunde und Unterstützer gefunden, sie kommt aus einer sehr armen Familie mit 6 Kindern.  Vorletzte Woche haben wir sie mit den  neuen Pateneneltern erstmals besucht. Diese werden ebenfalls die Schule des Ortes unterstützen und haben bereits Sportbekleidung und Fußbälle für die Schüler finanziert..

 

 

  

Wie jedes Jahr freuen wir uns über die Unterstützung unserer  laotischen Freunde und Unterstützer bei Patenschaften und Projekten als unermüdliche Wegbegleiter, Ratgeber und Dolmetscher. Vielen Dank an.:

 

Chantha, Joi, Kammanh, Ken, Lor, Path, Sengdaophet, Tee, etc.  for your friendship ad help since many years

 

Unsere Schulprojekte u.a.

 

Nach einem ganzen Tag auf dem Mekong Slowboat besuchten wir letzte Woche bereits zum 7. Mal die Primary School Nong Boadeng im Nordwesten des Landes. 646 Schüler aus mehreren Volksgruppen sind hier untergebracht, es besteht ein permanenter Bedarf an Unterstützung. Dieses  Jahr wird unsere Zuwendung für viele Reparaturen an bestehenden Gebäuden und eine weitere Zwischendecke in der von uns über Jahre finanzierten Schule benötigt. Wir wurden sehr freundlich vom neuen Rektor in Empfang genommen und erhielten zum Abschluss feierlich eine amtliche Auszeichnung.

 

Unsere zweite große Schule in Ban Chanthai haben wir ebenfalls bereits besucht  Im Schulzentrum werden 1300 Schüler in allen Schularten unterrichtet. Dieses Jahr geht unsere Zuwendung wieder an die Vorschule, die noch mit Bodenbelag und Vordach versehen werden muss. Ebenfalls unterstützen wir den Bau von Containern zum Anpflanzen von Gemüse auf den Schulgelände und die Installierung des verschließbaren Tores für den großen Stakettenzaun.

 

Weitere Schul- und Bildungs-Projekte werden wir noch aufsuchen und unterstützen.

 

Cope, das Prosthetik-Center in Luang Prabang,  das sich u.a. um prothetische Lösungen für Minenopfer kümmert, erhielt erneut eine Geld-Spende von uns.  Cope ist eine internationale Stiftung, die für den Patienten kostenlos arbeitet und auch Unterkunft für die Zeit der Behandlung, auch für Angehörige,  zur Verfügung stellt. Ebenfalls erhalten Patienten und Angehörige eine Zuwendung für Arbeitsausfälle.       

 

Noch zu erwähnen wäre das kürzlich begangene  4. Jahr- Jubiläum des „Friends of Laos Hospital

for Children“, das auch unseren Kindern schon mehrfach geholfen hat. Es handelt sich um ein internationales Charity-Projekt und eine Stiftung. Die Patienten werden kostenlos behandelt.  Dies ist auf 10 Jahre festgelegt, danach geht das Krankenhaus in laotische Verwaltung über. Wir haben erneut eine Geld-Spende, Babysöckchen und Mützchen für die Neugeborenen-Abteilung überreicht.

 

Der Gründer, ein sehr charismatischer Mensch und international bekannter japanischer Fotograf, berührte mich bereits 2018 sehr mit dem Abschlusssatz seiner Rede der lautete:

 

„Behandle jedes Kind, als sei es dein eigenes“

 

Damit wäre erst mal fast alles gesagt.

 

Sollte es zeitlich möglich sein, werde ich einen weiteren Rundbrief schreiben. Ich bitte um Entschuldigung, dass die Briefe unbebildert sind. Dies ist den sehr langsamen Verbindungen in Laos geschuldet….

     

Und nicht vergessen:

 

„Lao PDR“, (people democratic republic) oder auch, please don`t rush, und schwäbisch „no net hudla“ ….

In diesem Sinne grüße ich alle ganz herzlich                                              Irene  Somsee Heine

                                                                                                                 Im Februar 2019

„Het boun dai boun“

 

What goes around, comes around

Wenn wir  Gutes tun, kommt  Gutes zurück

(wichtiger Satz aus dem Buddhismu

 

Rundbrief Februar 2019 Teil 3

Liebe Freunde in Deutschland,                                                   im Februar 2019

 

Ich freue mich, dass ich Zeit habe, noch einen zweiten Rundbrief aus Laos für 2019 zu schreiben.

 

In der Zwischenzeit habe ich weitere Besuche und Projekte in Angriff genommen und fast alles ist vollständig erledigt. Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich eins ins andere fügt und trotz der oft sperrigen Umstände die Abläufe organisiert werden können. Nach den laotischen  Gegebenheiten  ist eine „In etwa“ Planung effizienter als eine strikte Vorgabe, die ohnehin nicht eingehalten werden kann und nur zu Frustration führt.

 

Wieder ein kurzer Blick auf einige Patenschaften:

 

Einige der älteren Jugendlichen, die bei uns eine Patenschaft innehaben, kamen persönlich vorbei und bei einem Fruitshake am Mekong-Ufer konnten wir uns manchmal bis ins Detail unterhalten. Khong Lee, ein sehr begabter Künstler und Maler, der in Vientiane am Fine Art College studiert, hatte viel zu erzählen. Wir unterhalten bereits seit 6 Jahren eine Patenschaft mit ihm. Er wuchs im Waisenhaus auf, der Vater starb vor vielen Jahren. Die Mutter konnte ihre Kinder nicht ernähren.

Sein Talent ist auffallend, man kennt ihn, seine Werke schafften es bereits auf einige Ausstellungen.

 

Wir trafen Anny, ein nachdenkliches, stilles aber beharrliches Mädchen. Sie konnte die Patenschaft 2014 übernehmen, nachdem ihr Bruder seit 2009 von uns unterstützt worden war und die Ausbildung 2013 abschloss. Sie war immer an der Spitze der Leistungen ihrer Klasse und wollte seit langem Medizin studieren. Sie plant, noch Jura als Studienfach dazu zunehmen. Sie wird die Highschool 2020 abschließen und dann zur Uni überwechseln.

 

Khamsay, Studium internationale Touristik, und Phoy, (die seit ihrer Geburt blind ist), und in Vientiane auf Lehramt mit spezieller Blinden-Ausbildung studiert, erhielten die 500 Euro Förderung, die wir bei Eintritt in Universität oder College einmalig gewähren. Dies ist wegen  der erhöhten Kosten notwendig.

 

Lee, Nang Noi, Bobee und Ae wurden in ihren Heimatorten besucht. Ihre Patenschaftszuwendung kann über die Library Luang Prabang mit entsprechender Angabe des  Bedarfs abgerufen werden. So ist ein Überblick über die Verwendung des Geldes möglich.

 

Die Situation von Müüd und Phoi wird durch einen Freund, der als Tourist Guide tätig ist und immer wieder in ihr Dorf kommt, fast wöchentlich wahrgenommen und uns im Bedarfsfall mitgeteilt. 

 

Bouapanh wurde als Letzte besucht, eine lange Fahrt frühmorgens, um sie im Dormitory ihrer Schule zu treffen. Wie im Rundbrief 1 beschrieben, ist sie stark körperbehindert. Wir fanden ein strahlendes, glückliches Mädchen vor, sie wohnt mit 3 Mitschülerinnen in einem Zimmer und kommt sehr gut zurecht. Sie geht alle 3 Monate mit ihrem Vater zur regelmäßigen Untersuchung und Prothesenüberprüfung nach Luang Prabang.

 

Somit schließt sich der Kreis, der im Rundbrief 1 mit Bouapanh`s Patenschaft und Geschichte begann. Die Angaben über die Patenschaften ergeben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

 

Noch ein kleiner Überblick über verschiedene Projekte und Zuwendungen:

 

Lao friends hospital for children in Luang Prabang erhielt eine Spende zur freien Verwendung und die sehr willkommenen selbstgestrickten Söckchen und Mützchen von fleißigen Strickerinnen in Deutschland. Diese gehen in die Neugeborenen-Abteilung und in das Outreach-Team, das die Dörfer in abgelegenen Teilen der Provinz besucht.

 

Cope, das Prothetik Zentrum in Luang Prabang  erhielt ebenfalls eine Spende zur freien Verwendung.

 

CCC, das Children Cultural Center, wird mit unserer Zuwendung neue Musikinstrumente erwerben. Viele Kinder, die insbesondere zum 3 monatigen Sommerprogramm (Juni-August) kommen werden, erhalten dadurch weitere Möglichkeiten für neue Erfahrungen.

 

Die Library Luang Prabang kann das Dach ihrer Toilette neu decken lassen, eine Innenrenovierung ist ebenfalls vorgesehen. Auch hier erwartet man das Sommerprogramm (Juni-August) mit sehr vielen Kindern, auch deshalb ist die Erneuerung der Toilette eine Notwendigkeit.

 

Die Primary School in Ban Bouam Xiang wird ihren zusätzlichen, sehr notwendigen  Schulraum fertig stellen können.

 

Hong Hian Süksa Phiseet, die Schule für hörgeschädigte Kinder und Jugendliche, benötigt Schränke, die durch ihren ebenfalls hörgeschädigten, ausgebildeten Schreiner für die Kinder gebaut werden.

 

Es ist eine Vielfalt von unterschiedlichen Maßnahmen, kein Wunder, dass die Zeit so schnell verfliegt. Kurz möchten wir noch auf die Situation im Land eingehen, auch hier kann es keinen Anspruch auf Vollständigkeit geben, es ist eine subjektive, individuelle Sicht der Dinge.

 

Es erscheint wie ein Vergleich zu den landslides, den Erdrutschen in der letzten Regenzeit,  und dem Dammbruch im Juli 2018. Vieles ist in extremer Bewegung, die Stimmung im Land verändert sich. Sei es durch riesige ausländische, insbesondere chinesische Einflüsse, die sich insbesondere manifestieren durch Dammbauten zur Energiegewinnung und dem Hochgeschwindigkeitszug, der das Land im oberen Bereich bis Vientiane durchschneidet und dessen Inbetriebnahme für 2022 vorgesehen ist. Die junge, städtische Bevölkerung schafft sich Raum, ist zumeist gut ausgebildet und möchte schnell internationale Standards und Wohlstand erreichen. Dagegen ist die junge Bevölkerung auf dem Land häufig schlecht ausgebildet und uninformiert, die ganze Kraft muss für die Befriedigung der täglichen Bedürfnisse aufgewendet werden. Eine Mittelschicht beginnt sich herauszubilden.

 

Die Soziale- und Einkommens-Schere geht weiter auf, Verlierer sind z. B. die vielen durch Dammbauten und Dammbruch umgesiedelten Menschen, in großen Dörfern zusammengefasst, kommen sie schlecht mit ihrer neuen Situation zurecht. Alkohol, Suizide, viele Diebstähle geben Anlass zur Sorge. Die Chancen für die Kinder und ihre Schulbildung sind schlecht bis miserabel. Für neue Felder oder Gärten gibt es keinen Raum, diese besitzen in der Regel die Siedler, die schon vorher die Gegend bewohnten. So müssen die neu angesiedelten Menschen zur Sicherung ihrer Ernährung zurück auf ihre alten Felder, in einem bekannten Fall sind dies 40 km. Da die Baustrasse dort in der Regenzeit teilweise komplett abgestürzt ist, müssen sie jetzt hinter dem Damm mit dem Boot zu ihren alten Feldern fahren, ein unglaublicher Zeit- und Kraftaufwand. Dort ernährt man sich in der Pflanz- und Erntesaison über Tage notdürftig von Essen aus dem Dschungel, gejagten Tieren und Wasser aus dem Fluss.

 

Weitere Verlierer sind die Landarbeiter in den chinesischen Plantagen. Bananen, Melonen, Bohnen und vieles andere wird mit chemischer Unterstützung und hohem Arbeitsdruck produziert. Wer nicht pariert fliegt... Es gibt keine erkennbaren sozialen Strukturen. Schulen, Krankenhäuser, Ärzte und Geschäfte sind kaum oder gar nicht erreichbar. Das Einkommen eines unerfahrenen Plantagenarbeiters liegt bei etwa 4,50 Euro, der erfahrene kann per diem 6,00 Euro verdienen. Ohne Schutzkleidung wird über Stunden chemisch behandelt. Durch die ganze Saison gibt es keine freien Tage. Absicherungen außerhalb der Saison gibt es keine. Die Ernte geht in riesigen Trucks direkt per Strasse nach China.

 

Weitere Beispiele sind sicher nicht notwendig. Natürlich ist es klar, „wo man hobelt, fliegen Späne“, „der Fortschritt ist nicht aufzuhalten“, viele Kulturen verschwinden im Lauf der Zeit von unserer wunderschönen Welt… Aber dies erreicht uns normalerweise eher beiläufig und geht im Alltag unter. Und das ist gut so, wir würden alles Leid der Welt nicht aushalten. Die Abgrenzung zwischen Ignoranz und Mitleid ist eine schwer zu findende Linie…

 

 

Und trotzdem: mit einem Kompliment an alle unserer Kinder in Laos und an alle unsere Unterstützer in Deutschland

 

 

„Behandle jedes Kind, als sei es dein eigenes“

 

     

 

In diesem Sinne grüße ich alle ganz herzlich

 

Irene Somsee Heine                                

                                                                              Im Februar 2019

Het boun dai boun

What goes around, comes around

Wenn wir  Gutes tun, kommt  Gutes zurück

(wichtiger Satz aus dem Buddhismus

 

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